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LR vom 24.03.10 - Der tägliche Kampf um den guten Geschmack








Trattendorf Auf sein eingespieltes Team lässt Gerhard Schütz, Chef der
Gemeinschaftsverpflegung in Trattendorf, nichts kommen. Aber klappen muss
alles, da sei Schütz kein Feiner.

Gerhard Schütz schaut Jungkoch Michael Schmidt, der seit
zwei Jahren im Betrieb ist, und Küchenmitarbeiterin Cordula Hellmann, seit 1999
dabei, über die Schulter. Foto: Detlef Bogott

Gerhard Schütz hatte am 5. Juni 1984 die Schulspeisung im Raum
Spremberg übernommen. Im Jahr seien damals gut 800 000 Essenportionen
zusammengekommen. Das war kein leichtes Unterfangen, in solchen Größenordnungen
zu kochen. Mit der Wende wurde er im Alter von knapp 50 Jahren dann über Nacht
zum Unternehmer. „Alle Mitarbeiter wurden mit neuem Arbeitsvertrag übernommen.
Im kommenden Jahr werden es 20 Jahre“, sagt Gerhard Schütz, „nur mit einem
guten Team und viel Fleiß war das zu schaffen. Und viel verdanke ich auch
meiner Partnerin und Lebensgefährtin Elke Weiße.“ Die Schulportionen haben sich
erheblich verringert und er muss mit Konkurrenz auf diesem Gebiet umgehen.

Kein Essen wiederhole sich im Monat. „Auch wenn für ein Schulessen nur 1,53
Euro zur Verfügung stehen, sind wir ständig bemüht, ein frisches, gesundes und
abwechslungsreiches Essen anzubieten“, so Schütz. Mit der Zeit kennt er auch
die Lieblingsgerichte in den Kitas und Schulen.

Zwei Wahlessen für die Schulen und Kindergärten und 14 weitere Essen in
Assietten, welche sich aus sechs täglich wechselnden und acht Standardgerichten
sowie einem Dessert zusammensetzen, bietet die Großküche an. „Seit dem
vergangenen Jahr haben wir auch zwei Samstagsgerichte und ein Sonntagsgericht
für die Region Spremberg und Schwarze Pumpe. Nach knapp einem Jahr gibt es für
dieses Wochenendangebot schon rund 50 Essenteilnehmer“, freut sich Gerhard
Schütz.
Viele Gerichte wie Kochklops oder Hackbraten werden vom Küchenpersonal
zubereitet. Auch Rotkohl, Weißkraut und Rohkostsalate seien täglich frisch
anzurichten. Ebenso Quarkspeisen, Erdbeer- und Heidelbeerkompott. Das
Küchenpersonal und die Beschäftigten im ,,Buffet am Bullwinkel“ seien zusammen
17 Mitarbeiter. Außerdem gehören ein Kraftfahrer und drei Aushilfsfahrer zum
Team. Zur Essen-Auslieferung stehen sechs Transporter zur Verfügung.

Bis nächstes Jahr, so der 67-jährige Gerhard Schütz, und dann wolle er
weiter sehen. ,,Vielleicht übergebe ich das Geschäft dann meiner Elke. Mit
meinem Sohn Andreas, der als Elektromonteur und Industriemeister als ,Mädchen
für alles‘ im Unternehmen arbeitet, wird es schon weitergehen“.
So ganz fit ist Gerhard Schütz nach seiner Notfall-Operation an der
Wirbelsäule im Vorjahr noch nicht, aber er ist ein Kämpfer-Typ. Was er
angefasst, hat Hand und Fuß. Heute ist die Gemeinschaftsverpflegung im Ortsteil
Trattendorf der älteste Betrieb. Alle Arbeitsplätze konnten bislang erhalten
bleiben. Die einstige ,,Rattenburg“ konnte vor drei Jahren komplett saniert
werden. Das Küchenpersonal hat Sozialräume bekommen. Dämmung, Elektrik,
Fußböden, Wasser und Abwasser wurden erneuert. Auch neue Abflüsse und eine neue
Entlüftung wurden eingebaut. Einige neue Großgeräte wurden angeschafft „Und das
ganz ohne Fördermittel“, sagt Schütz. Der Preis ist seit dem Jahr 1991 konstant
geblieben, trotz Verringerung der Portionszahlen in der Kinderversorgung und
trotz er Gesamtkosten. Ohne den Ausbau des Assietten-Essens, der Versorgung von
Betrieben und den Catering-Service sei das Überleben einer Großküche heute
nicht mehr möglich.





Redakteur und Foto: Detlef Bogott

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